Newsletter Nr. 1139 des VBB Kärnten in Brüssel (25. Mai bis 29. Mai 2026)

Liebe Leserinnen und Leser, 

 

Brüssel erlebt derzeit eine Phase politischer Neuvermessung. Das zeigte zuletzt auch der Rat für Wettbewerbsfähigkeit am 28. und 29. Mai 2026, bei dem Industriepolitik, Binnenmarkt, Forschung und technologische Souveränität nicht mehr als getrennte Politikfelder behandelt wurden, sondern als Teile einer größeren strategischen Frage: Wie behauptet sich die Europäische Union wirtschaftlich und technologisch in einer zunehmend instabilen Weltordnung? Wettbewerbsfähigkeit wird damit immer stärker zur politischen Leitlinie europäischer Entscheidungen – zwischen Klimapolitik, Standortfragen und geopolitischer Handlungsfähigkeit.
Diese strategische Neuausrichtung prägt inzwischen auch die europäische Außenwirtschaftspolitik. Die EU sucht neue Partnerschaften, erweitert ihre Handelsbeziehungen und versucht zugleich, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren. Das modernisierte Handelsabkommen mit Mexiko ist Ausdruck dieses Kurses. Dahinter steht nicht nur wirtschaftliches Interesse, sondern der Versuch, Europas Handlungsspielräume breiter abzusichern – insbesondere in einer Zeit wachsender Unsicherheit über die künftige Rolle der USA und zunehmender globaler Machtkonkurrenz. Besonders deutlich wird dieser Anspruch derzeit im Technologiebereich: Bei Satelliteninfrastruktur, Cloudsystemen und Künstlicher Intelligenz setzt Brüssel zunehmend auf europäische Lösungen und mehr Kontrolle über kritische Systeme.

Auch beim Thema Bürokratieabbau versucht die EU derzeit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und praktische Umsetzbarkeit stärker miteinander zu verbinden. Mit dem neuen „Omnibus-X“-Paket sollen Vorschriften in Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie vereinfacht werden. Vorgesehen sind unter anderem Erleichterungen beim Einsatz von Drohnen für Pflanzenschutzmittel, weniger Doppelgleisigkeiten bei Dokumentationspflichten in der Tierhaltung sowie die Bereinigung veralteter Regelungen im Lebensmittelbereich. Die Debatte zeigt einmal mehr den schwierigen Balanceakt in Brüssel: Einerseits wächst der politische Druck, EU-Regeln einfacher und kosteneffizienter zu gestalten, andererseits warnen Umweltorganisationen vor einer schrittweisen Aufweichung bestehender Schutzstandards.

Während die EU wirtschaftspolitisch stärker auf Resilienz setzt, verschärft sich zugleich die sicherheitspolitische Lage an ihrer östlichen Außengrenze. Die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sowie die zunehmenden Spannungen im Baltikum haben die Debatte über europäische Sicherheitsvorsorge weiter intensiviert. Vor allem die baltischen Staaten drängen auf raschere Maßnahmen bei Luftverteidigung, Drohnenabwehr und dem Schutz kritischer Infrastruktur. Der Krieg gegen die Ukraine verändert damit nicht nur die Sicherheitsarchitektur Europas, sondern zunehmend auch die politischen Prioritäten innerhalb der Europäischen Union selbst.

Vor diesem Hintergrund gewinnen auch die Verhandlungen über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU zusätzlich an Schärfe. In Brüssel verdichtet sich die Grundsatzdebatte darüber, welche Union ab 2028 finanziert werden soll: eine EU, die stärker in Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Technologien investiert oder eine Union, die weiterhin vor allem auf regionalen Ausgleich und wirtschaftlichen Zusammenhalt setzt. Gerade für Regionen wie Kärnten ist diese Diskussion von unmittelbarer Bedeutung, da Kohäsionspolitik und Forschungsförderung zu den zentralen europäischen Investitionsinstrumenten vor Ort zählen.

Wie europäische Zusammenarbeit konkret in den Regionen wirkt, zeigt unser „Projekt der Woche“. Mit „Craft2Biodiversity“ untersucht die FH Kärnten gemeinsam mit internationalen Partnern, wie Handwerksbetriebe aktiv zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen können. Im Mittelpunkt stehen dabei praxisnahe Lösungen an der Schnittstelle von Handwerk, Nachhaltigkeit und Biodiversität – etwa in den Bereichen Energieeffizienz, Infrastruktur, Produktentwicklung und soziale Nachhaltigkeit. Durch Pilotprojekte, Kreativitäts-Workshops und praxisorientierte Trainingsmodule sollen Betriebe dabei unterstützt werden, Biodiversität stärker in nachhaltige Wirtschaftsmodelle zu integrieren. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie europäische Förderprogramme regionale Innovation mit konkreten ökologischen Herausforderungen verbinden.

 

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre.

 

Herzlichst, 

Ihre 

Martina Rattinger 

Leiterin des EU-Verbindungsbüros des Landes Kärnten in Brüssel 

Tagesordnungen der EU-Institutionen
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Unsere Themen heute:

[ EU-Institutionen ]

Wettbewerbsfähigkeit im Umbruch: EU verknüpft Binnenmarkt, Industriepolitik und Forschung neu

Der Rat der EU für Wettbewerbsfähigkeit hat am 28. und 29. Mai 2026 in Brüssel eine Sitzung abgehalten, die weniger durch einzelne Beschlüsse als durch ihre politische Gesamtrichtung geprägt war. Binnenmarkt, Industriepolitik, Unternehmensrecht, Forschung und Raumfahrt wurden nicht mehr als getrennte Politikfelder verhandelt, sondern als eng verflochtenes System europäischer Wettbewerbsfähigkeit. Genau darin liegt die eigentliche Verschiebung: Die EU denkt wirtschaftliche Stärke zunehmend als strategisches Gesamtprojekt – zwischen Marktöffnung, Regulierung und geopolitischer Absicherung.

Im Zentrum der industriepolitischen Debatte stand die geplante „Verordnung zur industriellen Beschleunigung“. Sie soll Verfahren im Binnenmarkt vereinfachen und Investitionen schneller ermöglichen. Gleichzeitig geht es um eine heikle Neugewichtung: Der Zugang zum europäischen Markt könnte künftig stärker an Nachhaltigkeitskriterien, Emissionsanforderungen und industriepolitische Prioritäten gekoppelt werden. Damit verschiebt sich die Logik des Binnenmarkts subtil, aber spürbar – weg von reiner Offenheit, hin zu stärkerer strategischer Steuerung.
JW

[ EU-Institutionen ]

Russlands Krieg rückt näher an die EU: Europas Osten fordert härtere Sicherheitsmaßnahmen

Mit den massivsten russischen Luftangriffen seit Monaten und zunehmenden Spannungen entlang der EU-Ostgrenze verschärft sich die sicherheitspolitische Lage in Europa erneut deutlich. Während Russland seine Angriffe auf die Ukraine intensiviert, wächst innerhalb der Europäischen Union die Sorge, dass sich der Krieg zunehmend auf den EU-Sicherheitsraum auswirkt. Besonders die baltischen Staaten schlagen Alarm und fordern von der EU raschere und umfassendere Schutzmaßnahmen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag griff Russland die Ukraine mit mehr als 600 Drohnen und 90 Raketen an. Darunter befanden sich auch sogenannte Oreshnik-Mittelstreckenraketen, die grundsätzlich atomar bestückt werden können. Die Angriffe richteten sich erneut gegen zivile Infrastruktur und Wohngebiete. EU-Ratspräsident António Costa sprach von einer „rücksichtslosen Eskalation“, EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas von einem „brutalen Akt des Terrors gegen die Zivilbevölkerung“. Besonders brisant war dabei nicht nur das Ausmaß der Angriffe, sondern auch die politische Botschaft dahinter. Die Verwendung von Raketen mit potenzieller nuklearer Kapazität wird in Brüssel als gezielte Einschüchterungsstrategie verstanden.
JW

[ EU-Institutionen ]

Weniger Bürokratie, mehr Spielraum: EU lockert Regeln für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie

Die Europäische Union treibt ihren Kurs zum Bürokratieabbau weiter voran. Die Mitgliedstaaten haben am Mittwoch ein weiteres Vereinfachungspaket – das sogenannte „Omnibus-X“-Paket – beschlossen. Ziel ist es, Vorschriften in Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie praxisnäher und kosteneffizienter zu gestalten. Im Fokus stehen dabei neue Regeln für Pestizide, Dokumentationspflichten in der Tierhaltung sowie Vorschriften für Kunststoffmaterialien im Lebensmittelbereich.

Besonders aufmerksam verfolgt wird die geplante Lockerung bei der Verwendung von Pestiziden. Bislang ist das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft grundsätzlich verboten und nur unter strengen Ausnahmen erlaubt. Künftig soll der Einsatz von Drohnen erleichtert werden, sofern diese ein gleichwertiges oder geringeres Risiko darstellen als herkömmliche bodengestützte Anwendungen. Die EU argumentiert, dass moderne Drohnentechnologien Pflanzenschutzmittel präziser ausbringen können und dadurch sowohl Kosten als auch Umweltbelastungen reduziert werden könnten. Gerade in schwer zugänglichen Gebieten sehen mehrere Mitgliedstaaten großes Potenzial.
JW

[ EU-Institutionen ]

Kommissionsbericht zeigt: Schengen-Raum bleibt widerstandsfähig und bereit für künftige Herausforderungen

Der fünfte Schengen-Bericht der EU-Kommission zieht eine positive Bilanz beim Außengrenzschutz, drängt jedoch auf ein Ende der Kontrollen im Landesinneren. Für Österreich ist das ein Balanceakt: Während die heimische Wirtschaft enorm vom freien Reiseverkehr profitiert, hält man aus Sicherheitsgründen weiterhin an den Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien fest.

Die Europäische Kommission zieht in ihrem fünften Bericht zum Zustand des Schengen-Raums eine positive Bilanz und verweist auf eine gestiegene Widerstandsfähigkeit des visumfreien Raums. Durch die verstärkte Kooperation auf europäischer und nationaler Ebene konnten die Außengrenzen im vergangenen Jahr deutlich effizienter geschützt werden, was sich unter anderem in einem spürbaren Rückgang der illegalen Migration niederschlägt. Für Österreich als zentrales Binnenland inmitten Europas sind diese Entwicklungen von enormer Tragweite.
IM / JW

[ EU-Institutionen ]

Weniger Abhängigkeit von den USA: Die EU sucht neue Partner und setzt auf technologische Souveränität

Die Europäische Union richtet ihre Wirtschafts- und Technologiepolitik zunehmend neu aus. Hintergrund sind nicht nur die anhaltenden geopolitischen Spannungen mit Russland und China, sondern vor allem die wachsende Unsicherheit über die künftige Rolle der USA unter Präsident Donald Trump. In Brüssel wächst die Sorge, dass die EU in zentralen Bereichen zu abhängig von amerikanischer Infrastruktur, Technologie und Handel geworden ist.

Die EU reagiert darauf mit einer Strategie, die derzeit mehrere Bereiche gleichzeitig umfasst: neue Handelsabkommen, mehr technologische Eigenständigkeit und stärkere Kontrolle über kritische Infrastruktur. Ein sichtbares Signal setzte die EU zuletzt in Mexiko-Stadt. Dort unterzeichneten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum die modernisierte Version des bestehenden Handelsabkommens zwischen der EU und Mexiko. Das ursprüngliche Abkommen stammt aus dem Jahr 2000, nun sollen zahlreiche Zölle auf beiden Seiten wegfallen und Handelshemmnisse reduziert werden.
JW

[ Im Fokus ]

Verteidigung oder Regionalförderung? Der Streit um den nächsten EU-Haushalt spitzt sich zu

Die Verhandlungen über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028-2034 der Europäischen Union treten in eine entscheidende Phase ein. Rund drei Wochen vor dem EU-Gipfel am 18. und 19. Juni in Brüssel haben sich die Fronten zwischen den Mitgliedstaaten deutlich verhärtet. Im Zentrum steht eine Grundsatzfrage: Welche EU soll ab 2028 finanziert werden – eine Union der Investitionen und regionalen Ausgleichspolitik oder eine Union, die ihre Mittel stärker auf Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit konzentriert?

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Budgetverhandlungen für den Zeitraum 2028 bis 2034 zu den schwierigsten der vergangenen Jahrzehnte werden könnten. Die Europäische Kommission hatte im Vorjahr einen Gesamtumfang von rund zwei Billionen Euro vorgeschlagen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem laufenden Finanzrahmen. Doch hinter dieser Zahl verbirgt sich ein tiefgreifender Umbau der Prioritäten. Besonders umkämpft ist dabei die Zukunft der Kohäsionspolitik und der Gemeinsamen Agrarpolitik. Beide zählen seit Jahrzehnten zu den größten Budgetposten der EU und gelten insbesondere für strukturschwächere Regionen als zentrale Investitionsinstrumente. Genau hier wächst nun die Sorge vieler Mitgliedstaaten aus Süd- und Osteuropa.

Anlässlich eines Treffens der Europaminister:innen in Brüssel haben sich 16 Staaten – darunter Italien, Polen, Spanien, Portugal sowie mehrere baltische und zentraleuropäische Länder – in einer gemeinsamen Erklärung klar gegen Kürzungen bei Regionalförderung und Landwirtschaft ausgesprochen. Die Gruppe der sogenannten „Friends of Cohesion“ argumentiert, dass gerade diese Politikbereiche unmittelbar sichtbar für Bürger:innen seien und wesentlich zur wirtschaftlichen Angleichung innerhalb der EU beitragen. „Kohäsion und Wettbewerbsfähigkeit stehen nicht im Widerspruch – sie sind zwei Seiten derselben Medaille“, erklärte Italiens Europaminister Tommaso Foti während der Beratungen. Auch Rumänien warnte davor, traditionelle EU-Politiken zugunsten neuer Prioritäten zu schwächen.

Tatsächlich sorgt vor allem der neue europäische Wettbewerbsfonds für Spannungen. Nach den bisherigen Vorstellungen der Kommission sollen Fördermittel künftig stärker nach sogenannten „Exzellenzkriterien“ vergeben werden. Mehrere Staaten aus Ost- und Südeuropa befürchten jedoch, dass dadurch vor allem wirtschaftlich starke Regionen im Norden und Westen profitieren könnten – also jene Mitgliedstaaten, die bereits heute über besonders innovationsstarke Unternehmen verfügen. Kroatien warnte in diesem Zusammenhang davor, „Inseln der Exzellenz“ innerhalb der EU entstehen zu lassen. Hinter der Debatte steht eine politische Grundfrage, die zunehmend an Bedeutung gewinnt: Soll die EU künftig primär jene Regionen fördern, die bereits international wettbewerbsfähig sind, oder weiterhin gezielt dort investieren, wo wirtschaftlicher Aufholbedarf besteht?

Dem gegenüber steht eine Gruppe von Nettozahlern rund um Deutschland, die Niederlande, Schweden, Dänemark und Österreich. Diese Staaten drängen auf einen schlankeren Haushalt und sprechen sich für Kürzungen in mehreren Bereichen aus. Stattdessen sollen neue Prioritäten wie Verteidigung, Sicherheit, Ukraine-Unterstützung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärker finanziert werden. Der deutsche EU-Botschafter machte in Brüssel deutlich, dass Berlin angesichts der angespannten nationalen Haushaltslage keine deutliche Erhöhung der Beiträge akzeptieren werde. Deutschland lehnt zudem weitere gemeinsame EU-Schulden strikt ab. Auch Schweden stellte klar, man sehe „keinen Bedarf für neue Eigenmittel“. Aus Sicht der sogenannten „sparsamen“ Staaten müsse die EU lernen, mit bestehenden Mitteln effizienter umzugehen.

Besonders konfliktgeladen entwickelt sich daher die Debatte über die Finanzierung des neuen Haushalts. Mehrere Mitgliedstaaten aus Süd- und Osteuropa schlagen vor, einen Teil der Rückzahlungen der gemeinsamen Corona-Schulden zeitlich zu verschieben. Hintergrund ist das milliardenschwere Aufbauinstrument „Next Generation EU“, das während der Pandemie beschlossen wurde. Insgesamt werden die Rückzahlungen im kommenden Budgetzeitraum auf rund 168 Milliarden Euro geschätzt.

Deutschland und die Niederlande lehnen eine Verschiebung allerdings kategorisch ab. Beide Länder argumentieren, dass eine spätere Rückzahlung das Problem lediglich vertagen würde und ein gefährlicher Präzedenzfall entstünde. Gleichzeitig wächst der Streit über neue EU-Eigenmittel – etwa über mögliche Einnahmen aus CO₂-Zöllen, Digitalabgaben oder Unternehmenssteuern. Während Frankreich neue Eigenmittel als Voraussetzung für einen größeren EU-Haushalt betrachtet, blockieren mehrere nordeuropäische Staaten entsprechende Vorschläge. Hinzu kommt ein weiterer sensibler Punkt: die sogenannten Beitragsrabatte. Deutschland, die Niederlande, Schweden, Dänemark und Österreich profitieren seit Jahren von reduzierten Beiträgen zum EU-Budget. Die „Friends of Cohesion“ fordern nun ein Ende dieser Sonderregelungen und argumentieren, diese seien politisch und wirtschaftlich nicht mehr gerechtfertigt. Trotz der teils scharf formulierten Gegensätze versuchen mehrere Mitgliedstaaten derzeit, eine vollständige Lagerbildung zu vermeiden. Frankreich etwa unterstützt zwar einen größeren Haushalt und neue gemeinsame Finanzierungsinstrumente, pocht gleichzeitig aber auf den Erhalt der Agrarförderung. Auch Belgien und Irland nehmen eine eher vermittelnde Position ein.

Klar ist dennoch: Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür werden, wie die EU ihre politischen Prioritäten künftig finanziert. Denn hinter den Budgetzahlen verbirgt sich letztlich eine strategische Richtungsentscheidung über die Zukunft der Union. Soll die EU stärker geopolitisch agieren und in Verteidigung sowie industrielle Stärke investieren? Oder bleibt sie vor allem ein Instrument für regionalen Ausgleich und wirtschaftlichen Zusammenhalt? Die zyprische Ratspräsidentschaft arbeitet derzeit an einer sogenannten „Negotiating Box“, also einem ersten konkreten Verhandlungspapier mit Zahlen und politischen Kompromisslinien. Dieses könnte bereits Mitte Juni vorliegen und den eigentlichen Auftakt der intensiven Verhandlungen markieren.

Für Regionen wie Kärnten ist die Debatte von besonderer Bedeutung. Gerade die Kohäsionspolitik zählt zu den sichtbarsten Instrumenten der EU vor Ort – sei es bei Infrastrukturprojekten, Forschung, Digitalisierung oder regionaler Wirtschaftsförderung. Entsprechend aufmerksam wird in den Regionen verfolgt, ob der künftige EU-Haushalt weiterhin auf Ausgleich und Zusammenhalt setzt oder sich die Prioritäten nachhaltig verschieben.
JW

[ VBB erklärt ]

VBB erklärt: Was ist Kohäsionspolitik

Straßen, Breitbandausbau, Klimaschutzprojekte — viele Investitionen in Kärnten wären ohne EU-Gelder schlicht nicht möglich. Doch was genau steckt hinter dem sperrigen Begriff „Kohäsionspolitik"? Und wie landet das Geld aus Brüssel bei den Menschen im Land? 

Wer das Wort „Kohäsionspolitik“ zum ersten Mal hört, denkt vielleicht an Bürokratendeutsch aus fernen Brüsseler Konferenzsälen. Dahinter steckt jedoch etwas sehr Konkretes: die wichtigste investitionspolitische Säule der EU und jene Mittel, die dafür sorgen sollen, dass Regionen wirtschaftlich nicht dauerhaft auseinanderdriften. Kohäsion bedeutet schlicht Zusammenhalt. Für die EU-Kohäsionspolitik stehen im laufenden Programmzeitraum von 2021 bis 2027 insgesamt rund 392 Milliarden Euro zur Verfügung — fast ein Drittel des gesamten EU-Haushalts. Ziel ist es, wirtschaftliche, soziale und territoriale Unterschiede zwischen den Regionen der EU abzubauen. Damit strukturschwächere Gebiete nicht weiter zurückfallen und der europäische Zusammenhalt auch im Alltag sichtbar bleibt. 
JW

[ Ereignisse ]

20.000 Euro für bewährte Ideen: Nachhaltigkeitspreis 2026 für Schulen in Kärnten startet in neue Runde 

Wenn aus guten Schulprojekten dauerhafte Veränderungen werden, entsteht genau jener Mehrwert, den die EU-Regionen aktuell besonders suchen: nachhaltige Wirkung statt einmaliger Initiativen. Der Nachhaltigkeitspreis 2026 der EVTZ Euregio Senza Confini r.l. setzt genau hier an und rückt Schulen in den Mittelpunkt, die bereits konkrete Beiträge zu einer zukunftsfitten Bildungslandschaft geleistet haben. Die EVTZ Euregio Senza Confini r.l. ist ein grenzüberschreitender Zusammenschluss der Regionen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Venetien. Ziel ist es, Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu stärken – in Bildung, Wirtschaft und Nachhaltigkeit – und erfolgreiche Projekte in der gesamten Euregio sichtbar und nutzbar zu machen. 

Nach zwei erfolgreichen Ausschreibungen geht der Preis nun in seine dritte Runde. Diesmal steht er unter dem Motto „Schulen für nachhaltige Entwicklung“. Im Fokus stehen nicht neue Projektideen, sondern bereits umgesetzte und abgeschlossene Initiativen aus dem Jahr 2025, die sich in der Praxis bewährt haben und nun weitergedacht werden sollen. Der Ansatz ist dabei bewusst strategisch gewählt: Gute Projekte sollen nicht enden, wenn ein Schuljahr vorbei ist. Sie sollen übertragen, weiterentwickelt und in anderen Schulen oder Regionen aufgegriffen werden können – als konkrete Bausteine für eine moderne, nachhaltige Bildungsarbeit im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, insbesondere Ziel 4 zu hochwertiger Bildung. 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf öffentlichen Sekundarschulen in Kärnten sowie in den italienischen Partnerregionen. Gesucht werden Projekte, die einen klaren gesellschaftlichen Mehrwert schaffen – etwa durch bessere Bildungschancen, die Stärkung von Zukunftskompetenzen oder die Förderung von Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit. Auch Vorhaben, die globale Verantwortung vermitteln oder innovative, sichere Lernumgebungen schaffen, stehen im Mittelpunkt der Ausschreibung. Gerade dieser breite Zugang zeigt, wie stark Bildung heute über klassische Unterrichtsinhalte hinausgeht. Es geht um Schulen als Lern- und Lebensräume, die junge Menschen auf eine sich rasch verändernde Arbeits- und Gesellschaftswelt vorbereiten – und gleichzeitig soziale Teilhabe ermöglichen. 

Das Besondere an der aktuellen Ausschreibung ist die konkrete finanzielle Dimension: In Kärnten werden drei herausragende Projekte mit jeweils 20.000 Euro prämiert. Diese Mittel sollen gezielt dafür eingesetzt werden, erfolgreiche Ansätze auszubauen, zu verstetigen oder auf andere Schulen zu übertragen. Damit wird der Preis nicht nur zur Auszeichnung, sondern zum echten Entwicklungstool für Bildungsinnovation. 

Für Schulen eröffnet sich damit eine doppelte Chance. Einerseits steigt die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit im gesamten Euregio-Raum, andererseits entstehen neue Kontakte zu Bildungseinrichtungen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg wird damit zu einem zentralen Bestandteil des Programms. Im Kern geht es um eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Was funktioniert, soll nicht isoliert bleiben. Erfolgreiche Schulprojekte sollen Schule machen – im besten Sinn des Wortes.
Mehr Informationen hier: NACHHALTIGKEITSPREISES 2026 - Euregio Senza Confini 
Bewerbungen sind bis 31. Juli 2026 möglich. 
JW

[ Ereignisse ]

Landespolitik zum Anfassen: Kärnten öffnet die Türen der Landesregierung

Die Kärntner Landesregierung lädt am Samstag, 30. Mai, zum „Tag der offenen Tür“ in das Regierungsgebäude am Arnulfplatz in Klagenfurt. Zwischen 9 und 16 Uhr sollen Politik, Verwaltung und Landesleistungen dort sichtbar und unmittelbar erlebbar werden – ein bewusst niederschwelliges Format, das den direkten Austausch mit Bürger in den Mittelpunkt stellt. Alle sieben Mitglieder der Landesregierung werden vor Ort sein und ausgewählte Projekte aus ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen präsentieren. Landeshauptmann Daniel Fellner und LHStv. Martin Gruber betonen den Anspruch, Politik nicht abstrakt, sondern konkret erfahrbar zu machen.

Das Programm setzt dabei auf eine Mischung aus Information, Mitmachstationen und Einblicken in zentrale Landesbereiche. Mit dabei sind unter anderem das Olympiazentrum Kärnten, die Musikschulen des Landes, die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik sowie die Landwirtschaftlichen Fachschulen. Auch das Genussland Kärnten, das Bundesheer, Einsatzorganisationen, das Kuratorium für Verkehrssicherheit und die Kärntner Linien präsentieren ihre Arbeit. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche interaktive Formate. Geplant sind unter anderem ein EU-Quiz mit Gewinnmöglichkeiten, eine Gesundheitsstraße, Robotik-Demonstrationen sowie ein Blick hinter die Kulissen moderner Verwaltungs- und Serviceleistungen. Auch ein Meet & Greet mit Sportler soll Besucher:innen anziehen. Das kärnten.museum ist ebenfalls Teil des Programms und richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche. Neben der Dauerausstellung werden fünf Sonderausstellungen gezeigt. Bei Schönwetter wird zusätzlich der Außenbereich zwischen den Gebäuden bespielt, um das Angebot zu erweitern.

Medial begleitet wird der Tag durch Radio Kärnten, das live aus dem Spiegelsaal berichten wird. Damit soll das Geschehen auch über das Regierungsgebäude hinaus in die breite Öffentlichkeit getragen werden. Der „Tag der offenen Tür“ versteht sich damit auch als Kommunikationsformat der Landespolitik: Verwaltung soll nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht werden. Im Zentrum steht der Anspruch, die Vielfalt staatlicher Leistungen sichtbar zu machen – von Kultur und Bildung über Sicherheit bis hin zu Mobilität und Wirtschaftsförderung.
Weitere Informationen und das detaillierte Programm gibt es hier.
JW

[ Ereignisse ]

31. Mai 2026: Weltnichtrauchertag

Der jährlich am 31. Mai stattfindende Weltnichtrauchertag rückt die globalen Gesundheitsrisiken des Tabakkonsums in den Fokus. Die WHO fordert strengere Regulierungen für Nikotinprodukte, während die EU eine schrittweise Senkung der Raucherquoten anstrebt. Auch in Österreich bleibt die Belastung durch klassisches Rauchen und neuartige Inhalationsprodukte auf einem hohen Niveau. Besonders neue Marketingstrategien über soziale Medien und aromatisierte Produkte gefährden besonders Jugendliche.

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierte Weltnichtrauchertag am 31. Mai verfolgt das Ziel, über die schwerwiegenden medizinischen und gesellschaftlichen Folgen des Nikotinkonsums aufzuklären. Die Europäische Union hat sich im Rahmen ihres Programms für ein „krebsfreies Europa“ vorgenommen, die Raucherquote in der Bevölkerung bis zum Jahr 2040 auf unter fünf Prozent zu senken. Um dieses Vorhaben zu realisieren, setzen europäische Institutionen auf eine Kombination aus steuerlichen Maßnahmen, Werbebeschränkungen und der Ausweitung von rauchfreien Zonen im öffentlichen Raum.

Die Dringlichkeit solcher Initiativen wird durch die immense gesundheitliche Belastung untermauert, denn der Tabakkonsum gilt europaweit als das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Schätzungen zufolge gehen rund 20 Prozent aller Krebserkrankungen und fast 90 Prozent der Lungenkrebsfälle direkt auf das Rauchen zurück. Trotz dieser bekannten Gefahren bleibt die Quote der täglichen Konsument:innen in mehreren europäischen Ländern hoch. Auch Österreich liegt dabei deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Um neue Kund:innengruppen zu erschließen, greift die Tabak- und Nikotinindustrie auf moderne Marketingstrategien zurück. Die Hersteller setzen verstärkt auf E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel, die mittels bunter Verpackungen und süßer Geschmacksrichtungen gezielt für ein junges Publikum attraktiv gestaltet werden. Neben dem Design fungiert die klassische Zigarettenschachtel oder die Produktverpackung an sich als permanentes Werbeinstrument, da sie im Alltag der Konsumenten ständig sichtbar bleibt. Eine immer größere Rolle nimmt zudem die indirekte Werbung über Influencer:innen in sozialen Medien ein. Studien belegen eine klare Korrelation: Minderjährige, die in Online-Videos mit E-Zigaretten oder Vapes konfrontiert werden, greifen statistisch betrachtet wesentlich häufiger selbst zu diesen Produkten.

Nach Erhebungen der Österreichischen Krebshilfe konsumieren rund 24 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren (etwa 2,1 Millionen Menschen) täglich Tabakwaren oder rauchfreie Nikotinprodukte. Jährlich sterben in Österreich rund 13.000 bis 14.000 Menschen an den direkten Folgen des Rauchens sowie des Passivrauchens, was rein rechnerisch etwa 35 Todesfällen pro Tag entspricht. Während der Anteil der klassischen jugendlichen Raucher:innen zurückgeht, verzeichnen die Verkäufe von E-Zigaretten und Nikotinbeuteln zwischen 2020 und 2024 einen mehr als zehnfachen Anstieg. Expert:innen warnen vehement vor dieser neuen Form der Abhängigkeit, insbesondere da gesetzliche Werbeverbote für Nikotinbeutel in Österreich verzögert wurden. Dass die Bereitschaft zur Veränderung dennoch groß ist, zeigt die Tatsache, dass gut 51 Prozent der täglich Rauchenden aktiv über einen Ausstieg nachdenken. Unterstützung beim Rauchstopp bieten kostenfreie, niederschwellige Anlaufstellen wie das Rauchfrei Telefon unter der Telefonnummer 0800 810 013.
IM / JW

[ EU-Projekt der Woche ]

Craft2Bio

Das grenzüberschreitende Forschungsprojekt „Craft2Bio“ untersucht innovative Schnittstellen zwischen traditionellem Handwerk, Biodiversität und nachhaltiger Entwicklung. Als Teil des Interreg-Programms Italien-Österreich wird die Initiative mit über 840.000 Euro von der EU gefördert. Die FH Kärnten bringt dabei ihre wissenschaftliche Expertise ein, um praxistaugliche Nachhaltigkeitsmodelle für Handwerksbetriebe zu entwickeln.

Das im Herbst 2024 gestartete EU-Projekt „Craft2Bio“ (Nachhaltiges Wirtschaften durch Biodiversität im Handwerkssektor) bricht mit dem Vorurteil, dass Artenschutz und industrielle Produktion im Widerspruch zueinanderstehen. Im Zentrum der Forschungsarbeit steht das Ziel, dass Handwerksunternehmen aktiv zur Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt beitragen. Handwerksbetriebe verfügen über lokale Lieferketten und haben direkten Einfluss sowohl auf Materialien sowie Produktionsstätten. „Craft2Bio“ möchte mehr Biodiversität strategisch in die Geschäftsmodelle und den Arbeitsalltag kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) integrieren, um eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung im alpinen Raum zu fördern.

Die konkrete Umsetzung des Projekts basiert auf einer Bestandsaufnahme aktueller Handwerkspraktiken, wobei das Zusammenspiel von Energieeffizienz und regionalen Ökosystemen im Bauwesen im Vordergrund steht. Daraus ergeben sich strategische Leitlinien, die kleineren Betrieben zukunftsfähige Perspektiven eröffnen. Um dieses Wissen nachhaltig im Bildungssystem zu verankern, erarbeitet das Projekt praxisorientierte Module für Meisterkurse sowie Konzepte für ein bilinguales Sommer-Camp für Jugendliche. Die Erhebung der wissenschaftlichen Umweltdaten zur Bewertung ökologischer Kriterien wurde bereits erfolgreich abgeschlossen und mit regionalen Handwerksvertreter:innen besprochen. Zudem steht die Struktur für den finalen Handlungsleitfaden zur Umstellung auf biodiversitätsfördernde Geschäftsmodelle bereits fest, während die Lehrinhalte für die Schulungsprogramme finalisiert werden.

Die Initiative ist offizieller Teil des grenzüberschreitenden Interreg-Programms VI-A Italien-Österreich 2021–2027, welches gezielt Kooperationen im ökologischen und wirtschaftlichen Sektor zwischen den Nachbarländern stärkt. Unter der operativen Projektleitung der Südtiroler LVH-Bildung und Service Gen. arbeiten hochkarätige Partner:innen aus verschiedenen Regionen zusammen. Neben dem MCI Management Center Innsbruck aus Tirol und der italienischen Confartigianato Imprese Vicenza bringt die FH Kärnten gemeinnützige Gesellschaft mbH ihre wissenschaftliche Expertise in das Projekt ein.

Für die gesamte Laufzeit vom 1. Oktober 2024 bis zum 1. März 2027 ist ein Gesamtprojektvolumen von 846.985,05 Euro veranschlagt. Ein Großteil dieser Summe wird durch die Europäische Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt. Auf die FH Kärnten entfällt dabei ein spezifisches Teilbudget in Höhe von 129.341,25 Euro. Davon werden 103.473 Euro direkt durch EFRE-Fördermittel finanziert, wobei das Projekt im Bundesland zusätzlich durch den Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) tatkräftig unterstützt und begleitet wird. Die bereitgestellten Ressourcen fließen an der Fachhochschule direkt in die Erhebung von Feld- und Analysedaten sowie in die wissenschaftliche Aufbereitung der Nachhaltigkeitskriterien.
IM / JW

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REDAKTION: 
Mag. Martina Rattinger M.A. 
Mag. Julia Windegger Ph.D
Dr. Walter Singer, Christian Hinterberger M.A.
DI Iris Morianz BSc
 

IMPRESSUM:  
Quellen: Europäisches Parlament, Presseraum Europäische Kommission, Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union - Medien, Dow Jones, Orf.at, Euractiv, Politico.eu, Agence Europe, VBB Kärnten Information
 

MEDIENINHABER:  
Land Kärnten 
 

HERAUSGEBER:  
Amt der Kärntner Landesregierung. 
EU-Verbindungsbüro des Landes Kärnten in Brüssel, 
B 1000 Brüssel, Rue du Commerce 49 
Abt1.VBB@ktn.gv.at
Tel.: +32 2 282 49 10
 

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