Newsletter Nr. 1145 des VBB Kärnten in Brüssel (06. Juli bis 10. Juli 2026)

Liebe Leserinnen und Leser, 

kurz vor der Sommerpause hat die Europäische Union noch einmal ein bemerkenswert breites Themenspektrum abgearbeitet. In Straßburg standen während der Plenarwoche des Europäischen Parlaments vom 6. bis 9. Juli neue Handelsabkommen, bessere Rechte für Flugpassagier:innen und die Koordinierung der Sozialversicherungssysteme auf der Tagesordnung. Das modernisierte Handelsabkommen mit Mexiko soll den Zugang zu einem wichtigen Wachstumsmarkt erleichtern und insbesondere der europäischen Landwirtschaft und Industrie neue Chancen eröffnen. Gleichzeitig beschloss das Parlament neue Fluggastrechte und stärkte die soziale Absicherung von Menschen, die in mehreren EU-Staaten leben und arbeiten.

Während die Abgeordneten in Straßburg über den Binnenmarkt und soziale Fragen diskutierten, blickte die Welt nach Ankara. Der NATO-Gipfel machte deutlich, dass die europäische Sicherheitsarchitektur vor einem tiefgreifenden Wandel steht. Angesichts der anhaltenden Bedrohung durch Russland wollen die Bündnispartner ihre Verteidigungsanstrengungen deutlich erhöhen und Europa innerhalb der Allianz mehr Verantwortung übernehmen. Parallel dazu treibt auch die EU ihre Verteidigungsagenda voran. Mit „Readiness 2030“ soll die europäische Verteidigungsindustrie gestärkt, die gemeinsame Beschaffung ausgebaut und die Krisenreaktionsfähigkeit der Union verbessert werden.

Sicherheit wird in Brüssel allerdings nicht mehr nur militärisch gedacht. Anfang Juli legte die Europäische Kommission auch einen neuen Aktionsplan für Cybersicherheit und künstliche Intelligenz vor. Ziel ist es, Europa besser gegen Cyberangriffe zu schützen und gleichzeitig die Chancen moderner KI-Technologien zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz kritischer Infrastruktur, der Aufbau europäischer Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit und ein sicherer Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Verwaltung.

Neben den großen geopolitischen und technologischen Fragen rückten in den vergangenen Wochen auch zahlreiche alltagsnahe Themen in den Fokus. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung will die Union den wachsenden Verpackungsmüll eindämmen, Mehrwegsysteme stärken und den Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Weniger unnötige Verpackungen und mehr Recycling sollen Ressourcen schonen und gleichzeitig neue Chancen für Unternehmen schaffen.
Auch beim Trinkwasser setzt die EU auf langfristige Vorsorge. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Belastungen für die Wasserressourcen arbeitet die Union daran, die Qualität der Trinkwasserversorgung weiter zu verbessern und den Zugang zu sicherem und hochwertigem Trinkwasser in allen Mitgliedstaaten langfristig zu sichern.

Wie eng europäische Politik und regionale Entwicklung miteinander verbunden sind, zeigte sich in den vergangenen Wochen auch in zahlreichen Gesprächen in Brüssel. Die Zukunft des Mehrjährigen Finanzrahmens 2028–2034 stand dabei im Mittelpunkt bei Treffen mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der Landwirtschaft und der österreichischen Bundesländervertretungen. Im Zentrum der Gespräche stand die Frage, wie die künftigen EU-Mittel ausgestaltet werden müssen, damit Regionen bei den großen Transformationsaufgaben – von der Wettbewerbsfähigkeit über die Energiewende bis hin zur Entwicklung des ländlichen Raums – weiterhin wirksam unterstützt werden können. Für mich und das EU-Verbindungsbüro Kärnten sind diese Gespräche ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit: Nur durch den direkten Dialog zwischen EU-Institutionen und Regionen können regionale Perspektiven in die Diskussionen über die Zukunft europäischer Politiken eingebracht werden.
Auch kulturelle Begegnungen sind ein wichtiger Teil der europäischen Zusammenarbeit. Ein besonderer Moment war für mich die Teilnahme an der Feier zum 250-jährigen Jubiläum der Albertina, zu der das Österreichische Kulturforum Brüssel eingeladen hatte. Die Veranstaltung machte deutlich, welche Bedeutung Kultur als verbindendes Element zwischen Menschen, Regionen und Ländern hat. Gerade in einer Zeit großer geopolitischer Herausforderungen schaffen kulturelle Begegnungen Räume für Austausch, Verständnis und gegenseitige Wertschätzung.

Wie europäische Zusammenarbeit darüber hinaus ganz konkret in Regionen und Gemeinden wirkt, zeigt sich auch bei der nachhaltigen Stadtenwicklung. Das Interreg-Projekt „Back to the people and fit for the future“ verbindet Klimaanpassung und urbane Erneuerung am Beispiel von Klagenfurt und der italienischen Stadt Pordenone. Im Mittelpunkt stehen urbane Begrünungsmaßnahmen und die Aufwertung von Stadträumen, die aufgrund des Klimawandels – etwa durch zunehmende Hitzeperioden – an Aufenthaltsqualität verlieren. Gemeinsam mit der Bevölkerung und den Projektpartnern werden Konzepte entwickelt, wie diese Bereiche wieder attraktiver und besser nutzbar gemacht werden können. Das Projekt zeigt, wie EU-Förderungen dazu beitragen, Städte widerstandsfähiger zu gestalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern.

Gleichzeitig erinnerte der International Rural Development Day daran, dass die Zukunft der EU nicht allein in den Metropolen entschieden wird. Ländliche Regionen stehen vor großen Herausforderungen, bieten aber auch enormes Potenzial – von der Digitalisierung über erneuerbare Energien bis hin zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Programme wie LEADER und der Smart-Village-Ansatz zeigen, wie europäische Politik direkt in Gemeinden und Regionen wirken kann. Kärnten profitiert von diesen Instrumenten: Zahlreiche Projekte in den ländlichen Regionen zeigen, wie EU-Förderungen genutzt werden können, um Innovation, nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität vor Ort zu stärken.

Diese Woche hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig europäische Politik ist. Zwischen geopolitischen Herausforderungen, technologischer Souveränität, Nachhaltigkeit und konkreten Verbesserungen im Alltag der Menschen spannt sich ein weiter Bogen. Gerade diese Verbindung von großen strategischen Fragen und unmittelbaren Auswirkungen auf Regionen und Bürger:innen macht die europäische Politik so relevant.

 

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre.

 

Herzlichst, 

Ihre 

Martina Rattinger 

Leiterin des EU-Verbindungsbüros des Landes Kärnten in Brüssel 

Tagesordnungen der EU-Institutionen
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Unsere Themen heute:

[ EU-Institutionen ]

Von Fluggastrechten bis Freihandel: Was die Plenarwoche in Straßburg für die Bürger:innen bedeutet

Die letzte Plenarwoche des Europäischen Parlaments vor der Sommerpause stand ganz im Zeichen konkreter Entscheidungen für den Alltag der Menschen. In Straßburg beschlossen die Europaabgeordneten neue Fluggastrechte, erleichterten den Zugang zu Sozialleistungen für grenzüberschreitend tätige Arbeitnehmer:innen, brachten Hilfen für von hohen Düngemittelpreisen betroffene Landwirt:innen auf den Weg und gaben grünes Licht für ein erweitertes Handelsabkommen mit Mexiko.

Die Beschlüsse zeigen einmal mehr, dass europäische Politik weit über große geopolitische Debatten hinausgeht. Viele Entscheidungen aus Straßburg wirken sich unmittelbar auf Reisen, Arbeitsleben, Landwirtschaft und Wirtschaft aus. Besonders viele Bürger:innen dürften die neuen Fluggastrechte betreffen. Das Europäische Parlament hat die seit mehr als zwei Jahrzehnten geltenden Regeln modernisiert und gleichzeitig zentrale Ansprüche der Reisenden abgesichert. So bleiben die bestehenden Entschädigungen bei Flugverspätungen erhalten. Wer wegen einer von der Fluggesellschaft verschuldeten Verspätung mehr als drei Stunden später am Ziel ankommt, kann weiterhin eine pauschale Entschädigung beantragen. Je nach Flugdistanz beträgt diese 250, 400 oder 600 Euro.
JW

[ EU-Institutionen ]

Mehr Verantwortung für Europas Sicherheit: Was der NATO-Gipfel in Ankara für die EU bedeutet

Beim NATO-Gipfel in Ankara haben die Bündnispartner ihre gemeinsame Linie bekräftigt: höhere Verteidigungsinvestitionen, eine stärkere europäische Rolle innerhalb der Allianz und anhaltende Unterstützung für die Ukraine. Für die EU bedeutet dies eine neue Phase der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit.

Sicherheitspolitik ist längst nicht mehr nur eine Frage nationaler Regierungen. Angesichts geopolitischer Spannungen, des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und wachsender Herausforderungen für kritische Infrastruktur rückt auch die Rolle der EU und ihrer Mitgliedstaaten stärker in den Mittelpunkt. Beim NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli standen daher jene Fragen im Zentrum, die Europas Sicherheitsarchitektur in den kommenden Jahren prägen werden: Wer übernimmt Verantwortung, wie werden Verteidigungsfähigkeiten aufgebaut und wie kann die transatlantische Partnerschaft zukunftsfähig gestaltet werden?
JW

[ EU-Institutionen ]

Schluss mit dem Verpackungsberg: Die EU stellt neue Regeln für Verpackungen auf

Ob Versandkarton, Joghurtbecher oder Take-away-Verpackung – Verpackungen gehören zum Alltag von Bürger und Unternehmen. Gleichzeitig wächst die Menge an Verpackungsabfällen in der EU seit Jahren. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung, der sogenannten Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), will die Europäische Union gegensteuern: weniger Abfall, mehr Wiederverwendung und ein stärkerer Einsatz von recycelten Materialien sollen den Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ebnen.

Die neuen Regeln werden auch in Kärnten spürbar werden. Sie betreffen nicht nur Konsument:innen, sondern auch zahlreiche Unternehmen – von Lebensmittelproduzent über Handelsbetriebe bis hin zu Industrieunternehmen. Die Verordnung schafft europaweit einheitliche Vorgaben soll gleichzeitig Innovationen bei nachhaltigen Verpackungslösungen fördern.
JW

[ EU-Institutionen ]

FK ECON: Digitale Sicherheit, Wehrhaftigkeit und grüne Industrie im Fokus der Regionen

Bei der am Montag stattgefunden Tagung der ECON, der Fachkommission für Wirtschaftspolitik im Ausschuss der Regionen in Brüssel, standen vor allem die Cyber-Resilienz, Verteidigung und Industrieförderung zur Diskussion. Angesichts globaler Bedrohungen fordern die Regionen gezielte EU-Hilfen statt Bürokratie. Um die Wirtschaft resilient und wettbewerbsfähig aufzustellen, setzen die Mandatsträger:innen auf den Schutz lokaler Infrastrukturen, dezentrale Rüstungsproduktion sowie den Erhalt heimischer Schlüsselindustrien im globalen Wandel.

Am Montag, den 06.07.2026 kam die Fachkommission für Wirtschaftspolitik (FK ECON) erneut in Brüssel im Ausschuss der Regionen zusammen. Aus den Debatten ging hervor, dass globale Herausforderungen wie Cyberkriminalität, geopolitische Bedrohungen und die Dekarbonisierung unmittelbare Auswirkungen auf die lokale Ebene haben und dort entsprechende Maßnahmen erfordern.
IM / JW

[ EU-Institutionen ]

Neuer EU-Aktionsplan für Cybersicherheit und künstliche Intelligenz

Die Europäische Union setzt mit ihrem strategischen Aktionsplan für Cybersicherheit und künstliche Intelligenz (KI) wichtige Impulse für die digitale Zukunft. Das übergeordnete Ziel dieser Initiative besteht darin, die technologische Souveränität der EU nachhaltig zu stärken und gleichzeitig ein hohes Sicherheitsniveau für alle Mitgliedstaaten zu garantieren. Da moderne Technologien immer tiefer in sämtliche Bereiche von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft hineinwachsen, verändern sich auch die Bedrohungslagen durch Cyberkriminalität, Spionage und Datenmissbrauch.

Künstliche Intelligenz hat die Cybersicherheit rasant verändert. KI kann sowohl dazu beitragen Schwachstellen zu erkennen und Cyberangriffe zu verhindern, jedoch auch von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden. Durch den Aktionsplan sollen potenzielle Risiken für die Grundrechte und die Sicherheit der Bürger:innen minimiert werden. Besonders sensible Sektoren wie die Energieversorgung, das Gesundheitswesen sowie der Transport- und Verkehrssektor stehen dabei im Fokus der Regulierungsbehörden. Durch einheitliche Vorgaben innerhalb der Union wird verhindert, dass ein unübersichtlicher Flickenteppich aus rein nationalen Gesetzen entsteht, welcher den gemeinsamen digitalen Binnenmarkt schwächen würde.
IM / JW

[ EU-Institutionen ]

Erneute Klage gegen Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA

Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems plant mit seiner Datenschutzorganisation Noyb eine erneute Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), um das aktuelle Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA zu Fall zu bringen. Das erklärte Ziel dieses juristischen Schritts ist es, den mühsam ausgehandelten Angemessenheitsbeschluss endgültig für nichtig erklären zu lassen.

Anlass für die geplante Klage ist ein wegweisendes und hochgradig umstrittenes Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA von Ende Juni. Der US-Supreme-Court gab in dieser Entscheidung dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem Verfahren um die Entlassung einer hohen Beamtin vollkommen Recht. Trump durfte demnach die Demokratin Rebecca Slaughter eigenmächtig aus der Leitungsebene der US-Wettbewerbsbehörde FTC abberufen. Das oberste Gericht befand offiziell, dass der amtierende Präsident das uneingeschränkte Recht besitzt, alle Untergebenen fristlos zu entlassen, die in seinem direkten Auftrag exekutive Gewalt ausüben.
IM / JW

[ EU-Institutionen ]

Mehr Wirkung für Gebäude: EU-Rechnungshof fordert gezieltere Sanierungen

Die EU investiert Milliarden in die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Doch ein aktueller Bericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt: Nicht jede geförderte Maßnahme erzielt jene Wirkung, die für die Energie- und Klimaziele der EU notwendig wäre. Die Prüfer:innen fordern daher, künftige Förderungen stärker auf tatsächliche Energieeinsparungen auszurichten.

Mit der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF), dem zentralen Instrument des EU-Wiederaufbaufonds nach der Corona-Pandemie, unterstützt die EU seit 2021 Investitionen in die Modernisierung von Gebäuden. Bis zu 43 Milliarden Euro wollen die Mitgliedstaaten für die energetische Sanierung von Wohngebäuden einsetzen. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und Bürger:innen langfristig bei den Energiekosten zu entlasten. Der Europäische Rechnungshof kommt nun jedoch zum Schluss, dass viele Maßnahmen weniger Energie einsparen als erhofft. Häufig wurden Projekte bevorzugt, die rasch umgesetzt werden konnten – etwa der Austausch von Fenstern oder die Installation von Solaranlagen. Diese Maßnahmen können zwar einen Beitrag leisten, reichen allein aber oft nicht aus, um Gebäude umfassend energieeffizient zu machen.
JW

[ EU-Institutionen ]

Zukunft der europäischen Tierhaltung – Tierhaltungsstrategie und Protein-Aktionsplan angenommen

Das EU-Tiergesundheitsrecht feiert zehnjähriges Bestehen. Eine hochrangige Konferenz in Brüssel zog Bilanz über den Kampf gegen Tierseuchen. Zusätzlich veröffentlichte die Kommission die Annahme der neuen Tierhaltungsstrategie und dem Protein-Aktionsplan. Diese Initiativen sollen die europäische Landwirtschaft durch verbesserte Biosicherheit, Tierwohl und Futtermittelautarkie langfristig krisenfest und zukunftssicher aufstellen.

Die Tierhaltung in der EU macht etwa 40% der landwirtschaftlichen Wertschöpfung aus, mit einem Jahresumsatz von 400 Milliarden Euro. Zudem sind rund 7 Millionen Menschen in dessen Betrieben tätig. Doch die Tierhaltung steht auch zunehmend unter Druck und vor diversen Herausforderungen wie geringer Rentabilität, steigenden Kosten, Tierseuchen und der Einhaltung höheren Tierschutzstandards. Die neue Strategie soll diese Probleme angehen und den Sektor zukunftsfähig machen.
IM / JW

[ Im Fokus ]

Sauberes Wasser, sichere Zukunft

Sauberes Trinkwasser gehört zu den größten Selbstverständlichkeiten unseres Alltags – und gleichzeitig zu den wertvollsten Ressourcen Europas. Wer in Kärnten den Wasserhahn aufdreht, erhält eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel überhaupt. Doch sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Klimawandel, neue Schadstoffe und steigender Nutzungsdruck auf natürliche Ressourcen stellen Europas Wasserversorgung vor neue Herausforderungen.

Die Europäische Union reagiert darauf mit einer umfassenden Modernisierung ihrer Wasserpolitik. Ziel ist es, die Gesundheit der Bürger:innen besser zu schützen, die Qualität des Trinkwassers langfristig zu sichern und neue Umweltgefahren frühzeitig zu erkennen. Im Mittelpunkt steht die überarbeitete Trinkwasserrichtlinie, die seit 2020 den europäischen Rechtsrahmen für Wasserqualität und den Zugang zu sicherem Trinkwasser bildet. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, die gesamte Versorgungskette – von der Quelle bis zum Wasserhahn – stärker in den Blick zu nehmen. Das bedeutet: Risiken sollen nicht erst erkannt werden, wenn das Wasser bereits aus der Leitung kommt, sondern möglichst früh verhindert werden.

Besonders aktuell ist der Umgang mit sogenannten PFAS, den per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen. Diese Chemikalien werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften seit Jahrzehnten in zahlreichen Industrie- und Konsumprodukten eingesetzt. Das Problem: PFAS bauen sich in der Umwelt kaum ab und können sich in Böden, Gewässern und letztlich auch im menschlichen Körper anreichern. Deshalb werden sie häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Seit dem 12. Jänner 2026 gelten in der Europäischen Union erstmals einheitliche und verpflichtende Regeln zur Überwachung von PFAS im Trinkwasser. Die Mitgliedstaaten müssen die Belastung systematisch messen und die Ergebnisse an die Europäische Kommission melden. Werden die Grenzwerte überschritten, müssen Behörden und Wasserversorger rasch handeln – etwa durch zusätzliche Reinigungsmaßnahmen, die Schließung belasteter Brunnen oder vorübergehende Nutzungseinschränkungen. Für die Summe von 20 besonders relevanten PFAS-Verbindungen gilt ein Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Alternativ können die Mitgliedstaaten die Gesamtmenge aller PFAS überwachen, für die ein Grenzwert von 0,5 Mikrogramm pro Liter vorgesehen ist.

Die Dringlichkeit des Problems zeigt auch eine aktuelle Studie, die im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt wurde. Demnach könnten die Kosten der PFAS-Verschmutzung in der EU bis 2050 auf bis zu 1,7 Billionen Euro steigen, wenn keine weiteren Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Fachleute gehen zudem davon aus, dass sich ein Großteil der bereits freigesetzten PFAS nicht mehr aus der Umwelt entfernen lässt. Deshalb rückt die Vermeidung neuer Einträge immer stärker in den Mittelpunkt der europäischen Politik. Die EU denkt Wasserpolitik mittlerweile deutlich umfassender. Seit Mai 2026 gelten neue europäische Vorschriften zum Schutz von Oberflächen- und Grundwasser. Die Liste der zu überwachenden Schadstoffe wurde erweitert und umfasst nun unter anderem bestimmte PFAS, Mikroplastik und verschiedene Arzneimittelrückstände. Ziel ist es, Verunreinigungen bereits an der Quelle zu verhindern und die Qualität der natürlichen Wasserressourcen dauerhaft zu sichern.

Gerade für wasserreiche Regionen wie Kärnten ist dieser Ansatz von großer Bedeutung. Intakte Grundwasservorkommen und geschützte Einzugsgebiete sind die Voraussetzung dafür, dass auch künftige Generationen auf hochwertiges Trinkwasser zurückgreifen können. Der Schutz von Wasserressourcen ist daher nicht nur eine Umweltfrage, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die neue Trinkwasserrichtlinie setzt außerdem auf mehr Transparenz. Bürger:innen sollen leichter nachvollziehen können, woher ihr Trinkwasser stammt, welche Qualität es hat und wie häufig Kontrollen durchgeführt werden. Gleichzeitig möchte die EU den Konsum von Leitungswasser fördern und damit auch zur Verringerung von Plastikabfällen beitragen. Der Zugang zu hochwertigem Trinkwasser soll insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen verbessert werden.

Mit der Einführung der PFAS-Überwachung ist die Umsetzung der Trinkwasserrichtlinie noch nicht abgeschlossen. Ende 2026 treten europaweit einheitliche Hygieneanforderungen für Materialien in Kraft, die mit Trinkwasser in Berührung kommen – etwa Rohre, Armaturen oder Pumpen. In den kommenden Jahren folgen weitere Vorgaben zu Risikobewertungen und zur Verringerung von Wasserverlusten in den Versorgungssystemen. Die europäische Wasserpolitik befindet sich damit in einer entscheidenden Phase. Angesichts des Klimawandels, neuer Schadstoffe und wachsender Umweltbelastungen wird deutlich: Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis vorausschauender Politik und langfristiger Investitionen.

Für Kärnten, das über wertvolle Wasserressourcen verfügt, ist die neue EU-Politik deshalb auch eine Chance. Denn der Schutz des Wassers bedeutet letztlich den Schutz von Gesundheit, Lebensqualität und einer der wichtigsten natürlichen Grundlagen unseres Landes.
JW

[ VBB erklärt ]

Der Protein-Aktionsplan der Europäischen Union

Die Versorgung mit Proteinen stellt eine fundamentale Säule der europäischen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit dar. Da die Europäische Union bei der Versorgung mit pflanzlichen Eiweißträgern – insbesondere Soja für die Tierhaltung – seit Jahrzehnten stark von Importen aus Nord- und Südamerika abhängig ist, hat das Europäische Parlament die Europäische Kommission mit der Ausarbeitung eines umfassenden Protein-Aktionsplans beauftragt.

EU-weit stammen 2025 gerade einmal 25 % der Ölsaaten und Eiweißpflanzen für die Tierfütterung aus Europa. Der EU-Aktionsplan wurde initiiert, um die strategische Abhängigkeit von den USA und Südamerika drastisch zu senken und die Wertschöpfung auf 35 % bis 2035 zu erhöhen.  Das globale Ziel dieser strategischen Initiative ist es, die heimische Produktion zu steigern, Lieferketten zu diversifizieren und die Nachhaltigkeit des gesamten Sektors im Sinne des europäischen „Green Deal“ und der „Farm-to-Fork“-Strategie zu erhöhen.
IM / JW

[ Ereignisse ]

Ländliche Räume im Wandel: Wie die EU Dörfer und Regionen zukunftsfähig macht

Ländliche Regionen sind weit mehr als landwirtschaftliche Flächen. Sie sind Lebensräume, Wirtschaftsstandorte und wichtige Partnerinnen bei der Bewältigung großer Zukunftsfragen. Anlässlich des International Rural Development Day am 6. Juli zeigt sich: Die Entwicklung ländlicher Räume bleibt eine zentrale Aufgabe der EU – gleichzeitig wird intensiv darüber diskutiert, wie diese Regionen auch in Zukunft gezielt unterstützt werden können.

Rund 30 Prozent der EU-Bevölkerung leben in ländlichen Regionen. Diese Gebiete stehen vor vielfältigen Herausforderungen: Der demografische Wandel, fehlende Arbeitsplätze, der Ausbau digitaler Infrastruktur oder die Sicherstellung von Dienstleistungen des täglichen Lebens beschäftigen viele Gemeinden. Gleichzeitig bieten ländliche Räume große Chancen – etwa durch erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, technische Innovationen, regionale Wertschöpfung und neue Formen des Arbeitens.

Die EU betrachtet die Entwicklung ländlicher Räume deshalb als zentrale Zukunftsaufgabe. Über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) unterstützt sie nicht nur Landwirt:innen, sondern fördert auch wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungen in Regionen. Die zweite Säule der GAP ist dabei gezielt auf die Entwicklung des ländlichen Raums ausgerichtet. Sie soll die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft stärken, natürliche Ressourcen schützen und eine ausgewogene Entwicklung ländlicher Gemeinschaften ermöglichen. Lange Zeit wurde ländliche Entwicklung vor allem mit Agrarpolitik verbunden.

Heute verfolgt die EU einen umfassenderen Ansatz: Ländliche Räume sollen Orte sein, in denen Menschen gerne leben, arbeiten und investieren. Dazu gehören moderne Infrastruktur, leistungsfähige digitale Netze, Bildungsangebote, Gesundheitsversorgung und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen. Besonders wichtig ist dabei, junge Menschen in den Regionen zu halten und neue Perspektiven zu schaffen. Mit ihrer langfristigen Vision für ländliche Gebiete verfolgt die EU das Ziel, Dörfer und Regionen stärker, vernetzter und widerstandsfähiger zu machen.

Ein wichtiges Instrument der EU für die Entwicklung ländlicher Räume ist das Programm LEADER. Der Ansatz folgt einem einfachen Prinzip: Menschen vor Ort wissen am besten, welche Projekte ihre Region voranbringen. Über lokale Aktionsgruppen entwickeln Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Bürger:innen gemeinsam Strategien und setzen Projekte um. Gefördert werden beispielsweise innovative Tourismusangebote, regionale Produkte, soziale Initiativen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität. Auch in Kärnten spielt LEADER eine bedeutende Rolle. Sieben Kärntner LEADER-Regionen arbeiten daran, regionale Potenziale zu nutzen und Projekte umzusetzen, die von nachhaltigem Tourismus über regionale Wertschöpfung bis hin zu sozialen Innovationen reichen.

Eine zentrale Voraussetzung für zukunftsfähige ländliche Räume ist die digitale Transformation. Schnelles Internet, digitale Dienstleistungen und neue Arbeitsmodelle können dazu beitragen, Standortnachteile auszugleichen und neue Möglichkeiten für Unternehmen und Bürger:innen zu schaffen. Die EU unterstützt deshalb den sogenannten „Smart-Village“-Ansatz.

In Kärnten gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Mehrere LEADER-Regionen beschäftigen sich damit, wie digitale Lösungen genutzt werden können, um Herausforderungen im ländlichen Raum besser zu bewältigen. Die LEADER-Region Unterkärnten nennt beispielsweise die Stärkung digitaler Lösungen und Smart-Village-Konzepte als Ziel ihrer regionalen Entwicklungsstrategie. Auch die Region Villach-Umland führt Smart Village als möglichen Ansatz zur Umsetzung über LEADER-Schirmprojekte an. Dabei geht es nicht ausschließlich um Technik. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie können Dienstleistungen näher zu den Menschen gebracht werden? Wie können Gemeinden attraktiver für junge Menschen bleiben? Gerade für Kärnten als stark ländlich geprägtes Bundesland bieten sich dadurch neue Chancen: Digitalisierung kann helfen, Arbeitsplätze unabhängig vom Standort zu sichern, regionale Betriebe wettbewerbsfähiger zu machen und die Daseinsvorsorge in Gemeinden langfristig zu stärken.

Die Zukunft der ländlichen Entwicklung ist eng mit den laufenden Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 verbunden. Dabei geht es nicht nur um die Höhe der verfügbaren Mittel, sondern auch um die Frage, wie EU-Förderungen künftig organisiert und umgesetzt werden sollen. Die Europäische Kommission verfolgt mit ihren Vorschlägen für die kommende Finanzperiode das Ziel, Förderinstrumente stärker zu bündeln und flexibler einzusetzen. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) sieht diese Pläne jedoch kritisch und warnt davor, dass durch eine stärkere Zentralisierung die Rolle der Regionen und Gemeinden geschwächt werden könnte. Aus Sicht des AdR müssen regionale und lokale Gebietskörperschaften weiterhin eng in Planung, Umsetzung und Kontrolle von EU-Förderungen eingebunden bleiben. Gerade ländliche Räume benötigen eine klare politische Priorität und eine verlässliche Finanzierung. Die Entwicklung ländlicher Gebiete dürfe nicht ausschließlich über einzelne Förderprogramme betrachtet werden, sondern müsse als wesentlicher Bestandteil des territorialen Zusammenhalts der EU verstanden werden.

Diese Anliegen werden auch von den österreichischen Bundesländern geteilt. Sie betonen die Bedeutung einer starken Partnerschaft zwischen EU, Mitgliedstaaten, Regionen und Gemeinden sowie die Notwendigkeit, Förderentscheidungen weiterhin möglichst nah an den Menschen vor Ort zu treffen. Kärnten setzt sich dafür ein, dass die spezifischen Herausforderungen ländlich geprägter Regionen in der künftigen EU-Förderpolitik berücksichtigt werden. Die kommenden Monate werden daher entscheidend sein: Die Verhandlungen über den MFR 2028–2034 werden bestimmen, welchen Stellenwert Regionen und ländliche Räume in der nächsten Förderperiode der EU einnehmen werden.

Der International Rural Development Day erinnert daran, dass die Zukunft der EU nicht nur in großen Städten entschieden wird. Sie entsteht auch in Gemeinden, Dörfern und Regionen – überall dort, wo Menschen leben, arbeiten und gemeinsam neue Lösungen entwickeln. Für Kärnten bedeutet das: Europäische Regionalpolitik wird dort sichtbar, wo sie ankommt – bei innovativen Projekten, engagierten Gemeinden und Menschen, die ihre Region aktiv mitgestalten.
JW

[ EU-Projekt der Woche ]

Nachhaltige Stadtentwicklung in Klagenfurt und Pordenone

Das grenzüberschreitende Projekt „Back to the People and Fit for the Future“ widmet sich der zukunftsfähigen Umgestaltung städtischer Räume. Im Mittelpunkt dieser Initiative stehen die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee und die italienische Stadt Pordenone. Beide Kommunen stehen vor der Herausforderung, dass verschiedene Stadtgebiete aufgrund des fortschreitenden Klimawandels und struktureller Mängel an Attraktivität verloren haben.

Durch die globalen klimatischen Veränderungen gibt es vielerorts immer häufigere Hitzeperioden, die besonders in Städten zu Hitzepolen führen und eine Belastung für Mensch und Tier darstellen. Unbehandelt droht diesen Gebieten durch den sogenannten „Urban Heat Island Effekt“ eine weitere Überhitzung und Verödung. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, entwickeln die Projektpartner:innen einen systemischen Masterplan zur Aufwertung und Reaktivierung der betroffenen Areale. Das ambitionierte Vorhaben „Back to the People and Fit for the Future“ läuft seit 10. April 2025 bis zum 31. März 2027. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 489.510 Euro. Finanziert wird die Maßnahme über das Ausschreibungsprogramm Interreg VI-A Italia - Österreich 2021-2027 im Rahmen der Priorität 2 für Klimawandel und Biodiversität.

Ein zentrales Ziel des Vorhabens ist es, teilweise verschmutzte, verfallene oder versiegelte Flächen durch gezielte Begrünungsmaßnahmen wieder voll nutzbar zu machen. Dabei steht die Anpflanzung von klimaresistenten und anpassungsfähigen Gewächsen im Vordergrund. Um sicherzustellen, dass die ausgewählte Flora optimal auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten abgestimmt ist, kooperiert das Projekt eng mit zwei wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen: der Joanneum Research und der Universität Udine. Der tatsächliche Erfolg und die ökologischen Auswirkungen der Maßnahmen werden zudem durch eine wissenschaftliche Vorher-nachher-Analyse präzise dokumentiert.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei der partizipative Ansatz. Unter dem Leitgedanken „Back to the people“ wird die lokale Bevölkerung aktiv in den Planungsprozess einbezogen, um die städtischen Räume wieder in die Hände der Bürger:innen zu übergeben. In der Stadt Klagenfurt werden wichtige lokale Stakeholder wie Anwohner:innen, Passant:innen und Kindergärten direkt integriert, um das Bewusstsein für Klimaschutz und urbane Hitzeinseln zu schärfen. Ein innovativer Aspekt in ist zudem die neue Public-Private-Partnership mit der Kirche, welche ein großes Potenzial für zukünftige, skalierbare Folgeprojekte bietet.

Gleichzeitig stärkt die Initiative den Austausch und die Zusammenarbeit in der Alpen-Adria-Region, um gemeinsam Lösungen für zukünftige klimatische Herausforderungen zu erarbeiten. Schließlich entspricht das Projekt direkt den offiziellen Zielsetzungen der Smart City Klimastrategie Klagenfurt, insbesondere in den strategischen Handlungsfeldern Governance und Lebensraum.
IM / JW

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REDAKTION: 
Mag. Martina Rattinger M.A. 
Mag. Julia Windegger Ph.D
Dr. Walter Singer, Christian Hinterberger M.A.
DI Iris Morianz BSc
 

IMPRESSUM:  
Quellen: Europäisches Parlament, Presseraum Europäische Kommission, Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union - Medien, Dow Jones, Orf.at, Euractiv, Politico.eu, Agence Europe, VBB Kärnten Information
 

MEDIENINHABER:  
Land Kärnten 
 

HERAUSGEBER:  
Amt der Kärntner Landesregierung. 
EU-Verbindungsbüro des Landes Kärnten in Brüssel, 
B 1000 Brüssel, Rue du Commerce 49 
Abt1.VBB@ktn.gv.at
Tel.: +32 2 282 49 10
 

Dieser Newsletter ist eine Informationsleistung des EU-Verbindungsbüros des Landes Kärnten in Brüssel. Er informiert über Neuigkeiten aus den Europäischen Institutionen mit Schwerpunktrelevanz für Kärnten.

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